Rich Kids – Wie Superreiche in Hongkong mit ihrem Geld protzen


Hongkong. 7 Millionen Einwohner. Früher mal britisch, heute chinesisch. Und immer schon Bankenmetropole. Hier regiert das Geld. Und trotzdem lebt jeder Fünfte in Armut. Hier ist die Spanne zwischen Arm und Reich
so groß wie keinem anderen entwickelten Land. Hier will ich will mehr herausfinden über
Superreiche und Arme. Hongkong das ist schon irgendwie eine geile Stadt. Das ist aber leider auch eine schweineteure
Stadt. Wahrscheinlich ist es im Moment die teuerste
Stadt der Welt. Und ich will wissen: Wo sitzt das ganze Geld? Was sind das für Leute, die hier reich sind
in Hongkong? Und dafür bin ich früh unterwegs. Über Instagram habe ich ein paar “Rich Kids”
kontaktiert. Einer hat geantwortet, und mich eingeladen. Während hier hinter mir die Sonne aufgeht über Hongkong am Sonntagmorgen bin ich aufdem Weg zu einem Parkplatz irgendwo hier und dann gehen wir Sportwagen fahren. Ferrari, Porsche, irgendwie sowas. Early Morning Cruise, das war das Versprechen. Und da sind sie, die Rich Kids of Instagram
und ihre Babies. Geld spielt hier keine Rolle. Und was sie haben, das zeigen sie her. Also das habe ich jetzt nicht erwartet. Das ist krass. Das sind garantiert hundert fette Autos. Ich weiß nicht, wie viele Werte hier rumstehen. Das ist der totale Wahnsinn. Hier kommen immer noch mehr. Das nimmt überhaupt kein Ende. Willkommen beim Jahrestreffen des Super Car Clubs. Und Super Cars gibt es hier jede Menge. Es geht zu einem Hotel in der Nähe. Auch ich darf mit. Ich habe einen Platz in einem Audi R8 ergattert. Kostet immerhin auch 160.000 Euro. Aber im Vergleich zu den anderen ist das in
Hongkong wohl eher eine Billigkarre. Wir müssen jedenfalls zum Hintereingang. Vorne ist nur Platz für die richtig teuren
Wagen. Spielzeug für die Rich Kids. Hier will ich mit Leuten ins Gespräch kommen. Ich quatsche Reeve an. Mal eben einen Lamborghini kaufen, für ihn
scheint das kein großes Ding zu sein. Reeve ist 25, ständig unterwegs. Business. Macht Geld mit Apps und Bauprojekten in
London, Shanghai, LA. Und in der Freizeit liebt er es, mit seinem
Reichtum anzugeben. Mit Immobilien macht man in Hong Kong also
Geld. Denn wohnen müssen alle irgendwo. Und am härtesten trifft es die, die kein
Geld und keine Wahl haben. Ich bin im Stadtteil Sham Shui Po. Eine der ärmeren Gegenden in Hong Kong. Was nicht heißt, dass die Mieten hier billig
sind. Sozialarbeiterin Angela will mir ein ganz
typisches Apartment zeigen. Von denen es Hunderttausende in Hong Kong
gibt. Hier wohnt Herr Yu. Früher war das hier mal eine Wohnung mit
fünf Zimmern. Heute wohnt in jedem Raum eine Person oder
Familie. So machen die Vermieter mehr Profit. Subdivided Flats heißt das Konzept und fast
die Hälfte der Bevölkerung lebt so oder so ähnlich. Oft kosten die winzigen Zimmer schon 500 oder
600 Euro. Herr Yu lebt hier zusammen mit Frau und Tochter. Auf weniger als 10 Quadratmetern. Er hat sich damit abgefunden. Das hier ist das Bad. Das müssen sie sich mit vier anderen Mietern teilen. Genauso wie die Küche. In der aber schon lange niemand mehr gekocht
hat. Herr Yu zeigt mir ein Foto seiner Tochter. Sein Traum ist, dass sie irgendwann reich
wird. Was er unter reich versteht, frage ich ihn. Auf der anderen Seite haben manche hier so
viel, dass sie gar nicht wissen wohin damit. Repulse Bay. Eine der teuersten Gegenden Hongkongs. Schon Apartments kosten hier locker
fünf bis zehn MillionenEuro. Was muss erst eine ganze Villa kosten? Ich bin verabredet mit Derek. Er will mir sein Haus zeigen. Aber Haus ist irgendwie untertrieben. Das hier ist ein Palast. Derek hat an den besten Unis in den USA studiert. Das Haus hat sein Großvater gebaut. Die Familie ist im Immobilien-Business seit
drei Generationen. Was auch sonst. Derek ist 26, Pokemon-Fan und Geschäftsmann. Computerbusiness, Börsenspekulationen. Er sagt, seine Eltern erwarten von ihm, dass
auch er Geld macht. Ich fühle mich hier unwohl. Was mich am meisten irritiert sind die vielen
Hausangestellten, die Derek und seinen Leuten sogar die Sonnenbrillen hinterhertragen. Wer braucht so viel Geld? Dieses Riesenhaus, ich kam mir vor wie
in so einem James-Bond-Film. Ich möchte so nicht leben, glaube ich. Nein, ich möchte so nicht leben. Aber, weiß ich nicht, wenn ich da reingeboren worden wäre, vielleicht würde ich das genauso sehen. Ich will noch mehr wissen, über die, die
weniger Glück hatten. Die Organisation SoCo kümmert sich um die
Armen der Stadt, hilft Kindern bei Hausaufgaben und dokumentiert, wie manche Menschen hier
leben müssen. Menschen eingepfercht wie Haustiere. Und in diesem Jahr sind die Mieten schon wieder
um 15 Prozent gestiegen. Aber wenn man sich immer nur in der einen
Welt bewegt, kommt die einem wahrscheinlich völlig normal vor. Auch für mich ist das ja jetzt schon die zweite
Fahrt in einem Auto wie diesem. Die Reichen reden nicht so gern über Armut. Das will Jeff ändern. Er kommt aus Kanada, lebt aber schon lange
in Hongkong, arbeitet hier als Lehrer. Er will was tun gegen die Armut. Ein bis zweimal pro Woche trifft er sich mit
ein paar Leuten und besucht die ärmsten der Stadt, die Obdachlosen. Ein bisschen Essen haben sie dabei, ein paar
Flaschen Wasser, manchmal auch Klamotten. Das Problem, sagen sie, wird immer schlimmer und schuld daran ist, das habe ich jetzt schon öfter gehört: der völlig außer Kontrolle geratene Wohnungsmarkt. Jeff bittet mich, die Obdachlosen nicht vor
der Kamera anzusprechen. Damit haben sie zuletzt schlechte Erfahrungen
gemacht. Stattdessen erzählt er mir die Geschichten
der Leute. Manche opfern sich für ihre Familien, um
Geld zu sparen. Das Problem – den krassen Unterschied zwischen
arm und reich – werden sie allein nicht lösen können mit ihrer Initiative. Aber irgendwo muss ja mal anfangen zu helfen. Jeff hat noch die Hoffnung, dass er Reiche
davon überzeugen kann, den Armen zu helfen. Aber mein Eindruck ist, dass viele Reiche
die Armen überhaupt nicht mehr wahrnehmen. Sie sind damit beschäftigt, noch mehr Geld
zu machen. In der wahrscheinlich teuersten Stadt der Welt. Ich bin froh, dass ich wieder nach Hause
fahren kann, wo man noch bezahlbare Mieten findet, wo man nicht superreich sein muss,
um überleben zu können. Und ich glaube, wir müssen aufpassen, dass
das nicht auch bei uns passiert.

59 thoughts on “Rich Kids – Wie Superreiche in Hongkong mit ihrem Geld protzen”

  1. Im Vergleich mit den meisten anderen Ländern der Welt muss man doch auch in Deutschland reich sein, um leben zu können..

  2. Wenn ihr wüsstet wie arm ihr geistig doch seid … "Hat doch jeder genug, hab noch nie gehört, dass in Hongkong jemand verhungert ist!" … Gön dir mal deinen Sonnenbrillenträger und pass schön auf, dass du niemals ins falsche Viertel fährst mit Papa's Ferrari und deiner pokemon-fanboy-hackfresse du Lulli! ^^

  3. Das ist schon irgendwie krank. In dem ,,Haus'' von Derek ist locker Platz für 100 Obdachlose, dabei wird es nur für Partys verwendet, wo zugleich Leute auf der Straße sterben oder wie Tiere leben. Das ist wirklich ein großes Problem, welches wir zum Beispiel in Berlin mit den Mieten haben. ( zu hohe Mietserhöhungen )

  4. Hongkong soll eine "Reichenstadt", wie Dubai werden.
    Da läuft gar nichts aus dem Ruder, sondern genau so wie es geplant war.
    Es ist kein Zufall das die Mieten teurer bei schlechterer Qualität werden.
    Sie wollen die "armen" aus der ohnehin überfüllten Stadt haben und somit ein Reichenparadies schaffen.

  5. Mal ganz ehrlich wie dumm es sich auch an hört aber dank ihm und seinem Geld haben alleine in seinem Haus 5 Frauen einen Job bekommen

  6. Das ist übelst krass.. Der Reiche wird gefragt, ob es fair ist und er antwortet, dass es alles in Gottes Hand läge. Wie kann man nur so argumentieren, das ist einfach ein Armutszeugnis !
    Man hat auch einfach gesehen, dass ihm gute Argumente gefehlt haben und er suchte Ausflüchte, einfach nur zum ausrasten !

  7. Are you kidding me? You did not pay for your education it was granted to you as you are THIRD generation in your FAMILY BUISNESS, you have tons of money to show off but still have teribble teeth and horrible english, my english with no higher education is better than yours you spoiled twat! To say that this is not unfair while have people living in those cube flats is just beyond me! You've been invested in and you are a product not somebody thathave made it to the top and diserve any of it. komplettes Arschloch

  8. Also, how can you be happy with this kind of money in a place when you see poverty daily? HOW CAN YOU ENJOY THROWING MONEY LIKE ITS LETTUCE WHEN THERE ARE LITERALLY CHILDREN DIEYNG ON YOUR STREETS?! It makes me feel sick

  9. Ich kann diesen arroganten Ton des Reporters nicht ab. So als ob er etwas besseres ist. Ich hätte Mal gerne mehr Infos wie die Leute am Geld gekommen sind.
    Diese Leute sind zum Teil mega intelligent.

  10. Die Welt muss auferstehen und das Leben in die Hand nehmen, um nicht alles vom Papier abhängig zu machen. Es wird eine Umverteilung geben, die kommt aber erst mit dem nächsten Weltkrieg. Spätestens dann, wenn Ressourcen knapp werden. Dann bringt einem das Geld auch nichts mehr. Dann zählt reiner Überlebenswille. Ich bin der Meinung Millionen braucht kein Mensch, ein Mittelmaß muss her wo jeder gut von Leben kann. Da es das nie geben wird. Hat der Mensch seinen Weg für sich selbst entschieden.

  11. Was ich mich dann immer frage ist, warum die armen Leute nicht aus den gegenden ausziehen, die anscheinend für sie viel zu teuer sind.
    Wäre cool wenn mir das jemand erklären könnte. 🙂

  12. Ich mein is schon übertrieben, aber als Schachspielerin muss ich sagen, sein Schachbrett schaut schon echt geil aus😄💚

  13. Tolle Reportage auch wenn sie jetzt schon was älter ist und ich etwas spät dran bin 😛

    Vor allem schön dieser Vergleich von dem Typen mit dem 400.000€ Auto der sich als "nicht Reich" betitelt und dem Mann in der ein Zimmer Wohnung der sagt Reichtum bedeutet sein Leben finanzieren zu können. Krass wie man vergisst in was für einem Luxus man selber eigentlich lebt.

  14. Am besten ne richtig dicke ordnungsschelle links und rechts für jeden von diesen homunculi

    Bei soviel Dekandenz aufeinmal, wird mir echt übel…

  15. Ihr beschwert euch hier das das alles abartig ist und diese Leute den Verstand verloren haben. Aber mal ehrlich wer von euch würde sich kein teures Auto und Maß geschneiderte Anzüge für 10000 € kaufen wenn er das Geld hätte. Ich bin der Meinung das die ihr für jeden scheiß ausgeben können aber dafür andere Leute nicht Ausbeuten aber leider schließt das eine das andere aus da man nicht so einfach an viel Geld ran kommt ohne sich die gutgläubigkeit der anderen zu nutze zu machen. Leute die es schaffen reich zu werden ohne Leute auszubeuten und sogar den Armen mit ihrem Geld zu helfen haben meinen größten Respekt verdient. Aber leider gibt es die nicht oft.

  16. Absoluter Schwachsinn, es ist nicht der Verstand oder das Können, nein vielmehr ist es so das Reiche sich an der Armut jener reich stossen die nicht viel haben, sollen sie doch mal selbst ihre Wolkenkratzer bauen, ihre Autos, ihre Yachten, sollen selbst mal ihre Villen putzen, sollen sich nicht vom Personal bedienen lassen, selbst mal eine kaputte Glühbirne wechseln…, aber das können sie ja nicht, alleine wären sie ja nicht (über)lebensfähig, das ist ja das wirzige daran, haben sie keinen der ihnen den A*sch abwischt wären sie selbst ganz schnell ganz unten… Nein nur, zu einem grossen Teil korrupte, Geschäfte und Freunderlwirtschaften in Wietschaft und Politik macht es möglich das Menschen so viel Geld haben das sie in 190 Leben nicht ausgeben könnten, die gleichen Gründe sind es auch warum andere schlechter leben als Tiere, und das geht immer nur solange gut bis sich die 98% Armen und "Mittelschicht" gegen die 2% der (Super)Reichen erheben, wie uns die Geschichte schon etliche Male lehrte…

  17. "Wenn du dir eine Wohnung leisten kannst, deine Kinder genug zu Essen haben und du für deine Familie sorgen kannst, dann bist du schon reich." – Wenn nur alle Menschen auf der Welt das wirklich verstehen könnten.

  18. Die Jungs haben weniger Testosteron im Körper als ich mit 6. Lambo Mambo, freie Wildbahn und Ihr seid meine Asia-Bitches. 🤣😅😅

  19. Anders als in Deutschland, zeigt man in Asien, was man hat.
    Prestigeobjekte wie Luxusautos, Klamotten, Handys usw. will man der Öffentlichkeit präsentieren.
    In Deutschland ist sowas unvorstellbar. Neidgesellschaft und Missgunst

  20. Tja so ist das, wenn man in einer Blase lebt. Abgesehen davon verstehe ich nicht, wie man mit so viel Geld überhaupt in so einem vernebelten Müllhaufen lebt der sich Stadt nennt aber jedem seins. Selbst wenn ich dermaßen viel Geld hätte würde ich mir damit keine 10 "Superautos" in die Garage stellen aber nun ja. Darf ja jeder machen mit seinem Geld was er möchte.

  21. 9:45 Im Leben ist alles fair? Dem Typ fehlen jegliche Eindrücke zur Realität.
    Das sagt dann noch ein dekandentes reiches Kind.

  22. 10:30 neein, will er nicht, natürlich nicht. Niemand möchte sorgenfrei und mit allem bedacht leben…
    Was ist das denn für ein armes Licht?
    Ich nehme an er wusste nichts anderes zu sagen in Anbetracht seiner nun plötzlich so offensichtlich gewordenden Armut.

    Ich würde gern so leben, sogar noch wesentlich dekadenter und menschenverachtender. Ich möchte Jeff Bezos ins Gesicht sagen können das seine Armut mich einfach nur ankotzt!
    Ich möchte Länder wie Frankreich, Deutschland usw. kaufen können und ihnen aufzeigen wie Bettelarm sie sind als Staaten!
    VW möchte ich kaufen und Tag draufs dann den Laden dichtmachen!
    Mit meinem Geld möchte ich die Gletscher aubtauen und die ganze Welt ins Chaos stürzen und dann noch Schutzzölle verlangen.
    Geld kann man nie genug haben!

    Diese Richkids sind leider arme Reiche, harzende Reiche wenn man so will.

  23. Das ist nicht um Gottes Willen,sonder das stupid ungleich verteiltes Sozialsystem! Die Reicher sind durch Spekulationen reich geworden. Das ist leider sowohl in Hongkong als auch im chinesischen Festland. Unsere Regierung tut nichts dagegen sondern die Reicher weiter unterstützen. Die sind reich aber für mich sind sie Menschanschäume, gekauft Zertifikat, nichts! Die Guten gebildeten werden sich nicht so bloßstellen!

  24. Was Gott ihm gibt ?

    – Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer und jemand der in einer Villa lebt und sich keine Sorgen um Geld machen muss

    kann wohl kaum sagen das das Leben unfair ist

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